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A
Abschmieren: Bezeichnet a) das Rutschen von der
Strecke, b) das Fetten und Ölen der mechanischen Teile am Kart.
Achsschenkel: Vordere Radaufnahme und Befestigungspunkt des Rades, gleichzeitig das
Verbindungsteil zur Lenkstange.
Abbrandtemperatur: Optimaler Temperaturbereich für die Zündkerze, in der die
Zündkerze nicht nur am besten zündet, sondern sich auch selber reinigen kann.
ADAC: Allgemeiner Deutscher Automobil Club, mit eigener Kartabteilung. Trägerverband der ONS. Schreibt im Kartsport u.a. die POP-Klasse und die Kadetten aus.
ADMV: Allgemeiner Deutscher Motorsport Verband, kommt ursprünglich aus den neuen Bundesländern. Der ADMV ist über der AvD der ONS angeschlossen.
Airrestriktor: oder Luftbegrenzer. Bauteil, das den Querschnitt im Ansaugbereich
verkleinert und dadurch die Motorleistung drosselt.
AvD: Automobilclub von Deutschland, einer der Trägerverbände der ONS. Organisiert u.a. Kartslalom-Veranstaltungen.
B
Berufung: Rechtsmittel, mit dem das Urteil der
ersten Instanz eines Sportgerichts angefochten werden kann. Die Kosten der Berufung trägt
in der Regel der Unterlegene des Rechtsstreites.
Boxengasse: Abgetrennter Bereich einer Rennstrecke zur Aufnahme und Reparatur der
Karts.
Bremsmanschetten: Gummiabdichtung zwischen Bremsflüssigkeit und Bremskolben.
C
Cart: häufigster Schreibfehler im
Kartsport.
Chassis: Fahrzeugrahmen, bzw. -gestell, an das die Räder, die Karosserie und der
Motor angebracht werden.
CIK: Commission Internationale de Karting. Weltverband für den Kartsport mit Sitz in Crans-près-Céligny, Schweiz, Zweig der FIA.
Compounds: Verbundwerkstoffe.
Curbs: Abgeflachte Randsteine, die als seitliche Streckenbegrenzung, insbesondere
in Kurven, verwendet werden. Das "Räubern über die Curbs" bezeichnet das
rasante Überfahren dieser Randsteine.
D
DKM: Deutsche Kart-Meisterschaft, die "Bundesliga" im Kartsport, höchstes ONS-Prädikat. Gefahren wird bei der DKM mit Karts der Klasse Formel A.
DKT: Deutsche Kart-Trophäe, höchstes ONS-Prädikat für Schaltkarts der Klasse Formel C.
DMV: Deutscher Motorsport Verband, der über einen Kooperationsvertrag mit dem AvD der ONS angeschlossen ist. Schreibt u.a. die Futura- und die Bambini-Klasse aus.
Drehschieber: Ein durch die Kurbelwelle betätigtes Blech, das bei einem
Zweitakt-Motor den Einlaß des Gemischs in das Kurbelgehäuse steuert.
Drosselklappenwellen: Gibt die Bewegung des Gaspedals, bzw. des Gaszuges auf die
Drosselklappe weiter. Die Drosselklappe wiederum öffnet und schließt den Vergaser.
dB: Abkürzung für Dezibel. Auf allen Außenbahnen sind Karts nur mit
Ansauggeräuschdämpfern und Zusatzschalldämpfern bis maximal 95 dB gestattet.
Dummy Grid: Vorstart.
E
E-Kart Kart mit Elektro-Motor.
Ex aequo: Zeitgleicher Einlauf von zwei Konkurenten.
F
FIA: Fédération Internationale
de l'Automobile, Weltverband des Automobilsports mit Sitz in Paris. 110 Länder sind der
FIA angeschlossen.
Fiche medicale: Ärztliche Tauglichkeitsbescheinigung, die jedoch seit dem 01.01.1996 nicht mehr notwendig ist. Sie wird zusammen mit dem ONS-Fahrer-Lizenzantrag abgegeben und auf der Lizenz dokumentiert.
front fairing: Frontverkleidung, bzw. Frontspoiler.
G
Grip: "Griff", gemeint ist die Fähigkeit,
die Motorkraft auf die Straße zu bringen. Der Grip ist in erster Linie von den Reifen,
dem Fahrwerk und dem Streckenbelag abhängig.
GfK: Glasfaserverstärkter Kunststoff, der besonders bei Kartsitzen verwendet wird.
Gemischschraube: Regelt die Benzindurchflußmenge im Vergaser.
Green-Helmet-Trophy: Europameisterschaft für Junior-Kadetten im Rahmen der EM für IcA-Junioren, CIK -Prädikat.
H
Homologation: Erfüllen von
motorsportbehörderlichen Auflagen bezüglich Ausführung und Stückzahlen, damit ein
Fahrzeug in bestimmten Klassen und für bestimmte Rennen zugelassen wird.
Hubraum: Volumen, das in dem Zylinder des Motors durch die
auf- und abwärtsgehende Bewegung des Kolbens erzeugt wird. Besteht der Motor aus mehreren
Zylindern, ergibt deren Summe den Gesamthubraum des Motors.
I
Interconti: Name der üblichsten
Kartklasse. Abgekürzt: Ic.
ISG: Internationales Sportgesetz der FIA. Das ISG ist Grundlage für das ONS -Kart-Reglement.
J
Junior: Kartfahrer, bzw. Klasse bis 14 Jahren.
JuPo: Abk. für den ONS-Junior-Kart-Pokal, ausgetragen mit Karts der IcA-Junioren, ONS-Prädikat.
K
Kampflinie: Von der Ideallinie abweichende Linie,
die das Überholtwerden erschweren soll.
Karkasse: Innere Struktur des Reifens unterhalb des Gummis.
Karosserie: Fahrzeugaufbau, beim Kart in erster Linie bestehend aus Frontschild,
Frontspoiler und Seitenkästen.
Keilnuten: Einfräsungen in der Hinterachse zur Arretierung und Befestigung von
Bremsen, Rad und Kettenaufnahme.
Kettenblatt: Auf der Hinterachse befestigtes Zahnrad, über
das die Kette läuft und dessen Größe die Übersetzung bestimmt.
Kolben: Bauteil des Zylinders, durch welches das Benzin-Luft-Gemisch im
Verbrennungsraum komprimiert wird und das den Kurbeltrieb überträgt. Die Ober- und
Unterkante des Kolbens steuern beim 2-Takt-Motor zudem den Ein- und Auslaß.
kW: Kilo Watt, physikalische Einheit der Leistung, ehemals PS. 1kW = 1,36 PS.
L
Leistung(P): In der Physik der Quotient aus Arbeit
(W) und Zeit (t). P = W/t.
Lizenz: Erlaubnisschein für nationale und internationale Wettbewerbe. Zuständig im deutschen Kartsport ist die ONS.
M
Madenschraube: Sitzt im Achslager und sorgt dafür,
daß die Hinterachse im Lager befestigt werden kann.
Membran: Durch Druck betätigte Einlaß- und Verschlußplatte im Motor.
Motor: Ist definiert als Antriebsaggregat, das chemische, bzw. elektrische Energie
in mechanische Bewegungsenergie umwandelt. Im Kartsport ist der Zeitakt-Motor üblich.
Motorleistung: Die an der Kurbelwelle bei entsprechender Drehzahl gemessene Leistung. Im allgemeinen ist sie abhängig vom Hubraum des Motors, der Drehzahl und des Gemischs.
N
Nachlauf: Bewirkt, daß die Räder nach dem
Lenkeinschlag das Bestreben haben, sich von selbst wieder geradeaus einzustellen und diese
Richtung beizubehalten. Serienmäßig liegt der Nachlauf bei 12 bis 14 Grad.
Nennung: Verbindliche Anmeldung, beziehungsweise Einschreibung zum Rennen.
O
ONS: Oberste Nationale
Sportkommission mit Sitz in Frankfurt am Main. Overall: Einteiliger Schutzanzug für Fahrer. Muß im Kartsport von der CIK homologiert sein.
P
Parc Fermé: Sicherstellungsort von Fahrzeugen, die
vor einem Rennen zur Überprüfung anstehen. Reifen und Tank dürfen nicht mit
hineingenommen werden. Sie werden im Parc Fermé an die Fahrer ausgeteilt.
Pole-Position: Der beste Startplatz, der aufgrund der besten Zeit im Qualifying oder per Losentscheid zugeteilt wird.
Pole-Setter: Der Fahrer, der die beste Trainingszeit gefahren ist.
Power-Valve: System, das z.B. durch manuelle oder elektrische Betätigung die
normale Auslaßsteuerzeit oder den normalen Abgasstrom zwischen Verbrennungsraum und dem
Auslaß beeinflußt.
Pre-Final: Halbfinale.
Protest: Rechtsmittel, mit dem z.B. die Prüfung der Reglementseinhaltung eines
Mitbewerbers verlangt wird.
Q
Qualifying: Zeittraining, entweder zwei gewertete Runden oder fünf Minuten. Entscheidet über die Startposition zum Pre-Final oder zu den Qualifikationsläufen.
Querbeschleunigung: Querbewegung eines Körpers in einer bestimmten Zeit durch die
auf Fahrzeug und Fahrer wirkenden Fliehkräfte, die insbesondere bei Kurvenfahrten
auftreten.
R
Radstand: Abstanf zwischen Vorderrad- und
Hinterradmitte auf einer Seite des Fahrzeuges.
Rainbow-Trophy: Höchstes CIK-Prädikat für Junior-Kadetten im Rahmen des 5-Kontinenten-Cups.
Ritzel: Gegenstück zum Kettenblatt, das ebenfalls durch unterschiedliche Zahnzahl die Übersetzung beeinflußt.
S
Schikane: Gewollte Fahrbahnverengung oder geänderte
Streckenführung, um die Geschwindigkeit der Karts an gefährlichen Streckenabschnitten zu
verringern.
Schlupf: Bezeichnet das Durchdrehen der Räder. Es tritt auf, wenn die Antriebs-
bzw. Bremskräfte größer sind als die Haftgrenze von Reifen und Straße. Schlupf
bedeutet immer einen Traktionsverlust.
Schmieren: Erzeugung eines fetteren Gemisches durch Zuhalten des Lufteinlasses.
Silentblocs: Gummi-Metall-Elemente zur Lagerung von schwingungsempfindlichen
Teilen.
Sitzung: Gemeinsamer Lauf mehrerer pilotierter Karts auf der Strecke, sowohl im
Training als auch beim Rennen.
Shore: Maßeinheit, die im Kartsport den Härtegrad der Reifen angibt. Je höher
der "shore"-Betrag, desto härter der Reifen.
Slicks: Profillose Reifen.
Slow puncture: Schleichender Plattfuß, also ein Reifen, aus dem, anfangs
unmerklich, ganz langsam die Luft entweicht.
Spoiler: Im Kartsport Schutz der Füße und optische Aufwertung ohne nennenswerte
aerodynamische Effizienz.
Spitz: Spitzer Motor, vom Vergaser her optimal eingestellter Motor.
Spurweite: Abstand von Mitte Reifenaufstandsfläche links zur Mitte
Reifenaufstandsfläche rechts. Wird in Millimeter angegeben.
Sturz: Neigung der Vorderräder. Generell unterscheidet man zwischen negativem
Sturz (X-Bein-Stellung) und positivem Sturz (O-Bein-Stellung). Im Kartsport jedoch ist es
in der Regel ratsam, ohne Sturz zu fahren. D.h.: die Räder stehen
T
Totpunkt: Unterste und oberste Position des Kolbens.
Tillet: Ein Sitz, der mit einem rutschfesten Stoff ausgelegt und gepolstert ist.
Traktion: Zugbewegung durch die Haftreibung der auf der Fahrbahn abrollenden
Räder.
Tuning: Maßnahmen, die ein Bauteil, bzw. das gesamte Fahrzeug im Hinblick auf
seine Leistung optimieren.
Turbovisier: Transparente, drehbare Kunststoffscheibe, die bei Regenfahrt vor dem
eigentlichen Helmvisier angebracht wird. Durch ihre vom Fahrtwind bewirkte Rotation wird
das Regenwasser nach außen geschleudert. So ist klare Sicht im Regen möglich.
U
Übersetzung: Verhältnisangabe für die Zähnezahl
des Kettenblattes zum Ritzel. Wird mit dem Formelzeichen i angegeben, z.B. i = 79 : 10 =
7,9.
Übersteuern: An den Hinterrädern des Karts reißt die Haftung ab, und das
Fahrzeug drängt mit dem Heck zum Kurvenäußeren.
Untersteuern: Die Haftung reißt an den Vorderrädern ab, und das Fahrzeug drängt
mit dem Bug zum Kurvenäußeren.
V
Venturi: Engste Stelle im Saugkanal eines Vergasers.
Dadurch, daß sich der Querschnitt des Saugkanals verengt, wird die Luft, die durch den
vom Motor erzeugten Unterdruck angesaugt wird, zusätzlich beschleunigt.
Vergaser: "Mischstation" für Benzin und Luft. Am häufigsten sind im
Kartsport die Drosselklappen-Vergaser. Sie sind abhängig vom Motorunterdruck und steuern
über Membran und Nadelventil den Kraftstoffzufluß.
Vorspur: Begriff der Fahrwerksgeometrie. Vorspur ist vorhanden, wenn die
Felgenränder hinten weiter voneinander entfernt sind als vorne.
W
Walken: Verformung der Reifen unter Belastung
(besonders beim Durchfahren der Kurven).
Wärmewert: Gibt bei Zündkerzen an, wie warm eine Zündkerze werden kann. Der
Einsatz von Zündkerzen mit unterschiedlichem Wärmewert ist abhängig von der Witterung
und den Außentemperaturen.
Warm-Up: "Aufwärmen", letzte Testrunden vor dem Rennen.
Y
Y-Stück: Rohrleitung, die zwei Kraftstoffleitungen
in eine zusammenführt.
Z
Zylinder: Teil des Motors, der den Kolben führt,
den Verbrennungsdruck aufnimmt und die Verbrennungswärme abführt. Nach Art des
Kühlmediums wird zwischen luft- und wassergekühlten Zylindern unterschieden.
Zylinderfußdichtungen: Papierdichtung zwischen Kurbelgehäuse und Zylinder.
Quelle: Wolfgang Bitto's Karting and Fun Homepage
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